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Die Obersee-Praxis: Mehr als nur eine allgemein Praxis

 

Das Berufsbild des Tierarztes hat sich in den letzten 20 Jahren stark gewandelt. In den 90er Jahren waren es noch hauptsächlich gemischte Praxen für Gross- und Kleintiere ohne jegliche Spezialisierung, die das Bild beherrschten. Die Tierärzte wurden breit ausgebildet und sollten sowohl Nutztiere (Kühe und Schweine), die der Lebensmittelgewinnung dienen, als auch Privat- und Heimtiere gleichermassen gut betreuen können. Natürlich ging das nicht ohne Einschränkungen, denn schon damals war es nicht wirklich möglich, auf allen Gebieten gleich gut und umfassend am Ball zu bleiben. So trennten sich auch immer mehr die Privattierärzte (Pferde- und Kleintierärzte) von den Nutztierärzten ab. Denn die Anforderungen an einen Nutztierarzt, der eigentlich primär in der Lebensmittelproduktion und Lebensmittelsicherheit und Bestandesmedizin tätig ist, sind gänzlich andere, als was der Privattierarzt bieten muss. Der Nutztierarzt muss immer den ganzen Tierbestand eines Betriebes im Auge behalten und dafür besorgt sein dass für den Menschen schlussendlich keine schädliche Lebensmittel entstehen. Der Kleintier- oder Pferdetierarzt ist mehr um das Wohl des einzelnen Tieres besorgt: Die Ansprüche an die Behandlung des einzelnen Inviduums im Gegenzug aber auch die Bereitschaft dafür auch Geld auszugeben sind beim Kleintier- oder Pferdebesitzer viel höher, denn der reale und/oder ideele Wert dieser Patienten ist sehr gross.

 

 Blutdruckmessung Katze

 

Die wachsenden Ansprüche der Besitzer von Privattieren, ihren Schützlingen eine ähnlich gute medizinische Betreuung zu ermöglichen wie beim Mensch, hat dazu geführt, dass in neuerer Zeit weitere Spezialisierungen nach Fachrichtungen entstanden sind, ganz nach dem Vorbild der Humanmedizin. So ist es heute auch für den Kleintierarzt nicht mehr möglich alle Fachrichtungen für seine Tierarten selber abzudecken, ausser er/sie schliesst sich mit anderen Kleintierärzten zusammen. Grob unterteilt haben sich die Chirurgen von den Internisten (Innere Medizin) abgetrennt. Daneben gibt es Spezialisierungen wie Opthalmologie (Augenheilkunde), Dermatologie (Hautkrankheiten) oder Zahnmedizin, die für sich in der Kleintier-Privat-Praxis kaum oder nur schwer als Existenzgrundlage dienen können und daher oft als zusätzliche Spezialisierung ausgeübt werden. Zum Beispiel sind Chirurgen in der Regel auch als Kleintier-Zahnärzte tätig. Oder die Dermatologie steht naturgemäss der inneren Medizin nah, existieren doch viele Zusammenhänge zwischen diesen Disziplinen. Da alle Tierärzte zuerst noch immer breit ausgebildet werden, ist die Spezialisierung in der Tiermedizin zum Glück noch nicht zu weit fortgeschritten, sodass die meisten Tierärzte noch in der Lage sind, eine allgemeine Sprechstunde zu führen und Alltagsprobleme selber zu lösen sowie Notfälle aller Art erstversorgen zu können.

 

Chirurg Hiestand bei der Arbeit

 

In unserer Praxis gibt es, neben der Allgemeinen Sprechstunde für Heim- und Kleintiere aller Art, diese Spezialisierung nach Fachrichtung natürlich auch. Die Chirurgie (Operationen), Orthopädie (Krankheiten des Bewegungsapparates) und die dazugehörigen Untersuchungsmethoden (Röntgen, Ultraschall) sowie die Zahnmedizin sind Sache von Herr Dr. Hiestand. Wohingegen Frau Dr. Wohlgroth unsere Internistin ist (sowie das Labor betreut) und als zusätzliche Fachrichtungen Dermatologie und Allergologie und als ganz besonderes 'Steckenpferd' die Opthalmologie (Augenheilkunde) sehr gut beherrscht. Dabei sind uns neben den häufigsten Tierarten Hund und Katze und kleine Heimtiere aber auch die Reptilien ganz besonders willkommen.

 

Zahnkorrektur Kaninchen