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Altersvorsorge warum?


Ihr Tier wird älter, es erscheint Ihnen aber immer noch fit und munter. Dennoch kann es halt sein, dass die eine oder andere innere Organfunktion etwas nachgelassen hat. Es ist wichtig, dies frühzeitig zu erkennen, um Ihrem Liebling ein möglichst langes und gesundes Leben zu ermöglichen. Informieren Sie sich mit unserem Merkblatt:
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Aeltere Tiere sind auch in der Pflege anspruchsvoller. Zum Beispiel muss man das Fell besonders bei langhaarigen Katzen besser pflegen. Bitte schauen Sie dazu auch die Pflegetips auf unserer homepage an.


Zahnpflege im Alter, noch sinnvoll?

 

Oft werden wir gefragt, ob es noch Sinn macht bei einem älteren Patienten das Risiko einer Sedation oder gar Narkose auf sich zu nehmen um eine Zahnpflege durchzuführen. Diese Frage sollte individuell anhand der Befunde des Patienten geklärt werden.

 

Alter ist keine Krankheit! Das heisst eine Sedation oder Narkose kann bei einem älteren Tier wesentlich ungefährlicher sein, als bei einem jüngeren kranken Tier. Wir führen diverse verschiedene Narkosearten durch und können dadurch dem individuellen Gesundheitszustand gerecht werden. Es empfiehlt sich bei einem älteren Patienten, den Gesundheitszustand vorgängig zu ermitteln. Dazu gehört im Minimun eine klinische Untersuchung (wird sowieso vor jeder Sedation oder Narkose durchgeführt) und eine präoperative Blutkontrolle (wird individuell empfohlen, wünschenswert bei allen älteren Tieren).

 

Der Schweregrad der Veränderungen im Maul und an den Zähnen muss natürlich mitberücksichtig werden. Bei sehr schmerzhaften oder die allgemeine Gesundheit des Patienten gefährdende Erkrankungen der Maulhöhle muss manchmal auch bei eher geschwächten älteren Tieren noch eine Narkose durchgeführt werden. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich bei älteren, aber noch gesunden Tieren bereits gut zu den Zähnen zu schauen und rechtzeitig eine Zahnhygienebehandlung machen zu lassen.

 

Alles unklar? Dann kommen Sie doch einfach mit Ihrem Senior bei uns vobei und wir schauen uns die Zähne zusammen an und entscheiden zusammen aufgrund der aktuellen Situation.

 

 

Krallenpflege nicht vergessen!

 

Aeltere Tiere laufen ihre Krallen weniger ab und besonders ältere Katzen wetzen ihre Krallen nicht mehr genügend. Das führt leider oft dazu, dass Krallen überlang werden, ja sogar einwachsen können. Die Folgen sind Schmerzen und Entzündungen, die das Laufen unnötig erschweren.

 

Es ist daher unerlässlich besonders bei älteren Tieren die Krallen regelmässig zu kontrollieren oder kontrollieren zu lassen. Wir helfen Ihnen gerne dabei.

 

Bitte Krallen nur mit geeigneten Krallenscheren kürzen. Normale Scheren quetschen die Krallen zu fest zusammen und verursachen Schmerzen. Ebenfalls wichtig ist die richtige Krallenschere-Führung. Lassen Sie sich beraten.

Euthanasie (Einschläfern), wann und wie?

 

Merke ich, wann es Zeit ist, mein Liebling 'loszulassen'? Die Antwort ist ja. Viele Tierbesitzer merken, dass nun langsam die Zeit kommt, um Abschied zu nehmen. Natürlich gibt es auch überraschende Situationen wie Unfälle oder sehr heftige Erkrankungen, die eine Entscheidung mal schnell erzwingen. Aber in vielen Fällen ist die Alterung ein Prozess, den die Tierbesitzer miterleben und sie sich somit auf die Trennung vorbereiten können. Nur in seltenen Fällen sterben die Tiere einfach spontan über Nacht, schlafen einfach weg. Meistens erkranken die älteren Tiere und bedürfen einer Begleitung durch den Tierarzt

 

Wenn man erkennen muss, dass man dem Patienten nicht mehr anders helfen kann, wird der Tierarzt oder die Tierärztin die Euthanasie empfehlen. Die Euthanasie unterscheidet sich wenig von einer Narkose, wie sie im Falle einer Operation durchgeführt wird. Daher ist die Euthanasie ein gut steuerbarer Vorgang, der dem Patienten ein ruhiges Einschlafen ermöglicht. Auf diese Weise kann man den Tieren einen unnötig langen und schweren Leidensweg ersparen.

 

Im Idealfall plant man die Euthanasie rechtzeitig, sofern es der Zustand des Patienten zulässt. Tierbesitzer und Tierarzt besprechen vorgängig den Ablauf, damit die Tierbesitzer genau wissen, was kommt. Um das Tier nicht unnötig aufzuregen, sollte man kein besonderes 'Aufheben' rund um die Euthanasie machen. Es empfiehlt sich, die Euthanasie im 'kleinen Kreis' mit möglichst wenigen Begleitpersonen und als wäre es ein ganz normaler Tierarztbesuch durchzuführen. So können Sie Ihren Liebling am besten Unterstützen. Die Tierarztpraxis wird Ihnen gerne einen Termin an einer Randstunde anbieten, um möglich viel Ruhe zu garantieren. Weniger empfehlenswert sind durchorganisierte Heim-Euthanasien mit vielen Begleitpersonen. Der Patient wird so in eine besondere, ungewohnte Situation gebracht, die viel Stress auslösen kann. So wird zwar dem Harmoniebedürfnis des Menschen Rechnung getragen, aber weniger den Bedürfnissen der Tiere.

 

Wenn mein Tier stirbt, was passiert mit ihm? Es gibt verschiedene Möglichkeiten.....

 

Gerne denkt niemand darüber nach, aber dennoch, leider ist es irgendwann soweit: Mein Tier stirbt. Was geschieht dannach mit ihm?

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die der/die TierbesitzerIn selber wählen kann. Besser man macht sich also vorher schon ein paar Gedanken darüber. Denn ist es einmal soweit, ist der Besitzer des Tieres oft sehr unglücklich und manchmal auch gestresst. Es ist also besser sich etwas darauf vorzubereiten:

 

Darf ich mein Tier selber bestatten?

 

Die Möglichkeiten dazu sind gesetzlich geregelt. Sie dürfen ein Tier bis 10 kg Körpergewicht auf eigenem Grund bestatten. Sie müssen dazu jedoch eine Grube von einem Meter Tiefe ausheben, was sich oft als recht schwierig erweist. Wenn Sie, wie nachfolgend beschrieben, das Tier zuerst kremieren lassen, können sie ein kleineres und weniger tiefes Grab ausheben und haben dennoch ein Plätzchen für Ihren Liebling eingerichted.

 

Kann man ein Tier wie ein Mensch kremieren lassen?

 

Ja, dazu bestehen heute verschiedene Angebote. Das verstorbene Tier kann dazu bei der Tierarztpraxis abgeben werden oder selber bei einem Krematorium vorbeigebracht werden. Die Kremation wird heute von den meisten unserer Kunden gewählt. Da dieses Thema viele Tierbesitzer beschäftigt, hat das Fernsehen dieses Thema aufgegriffen und in der Serie "Sara macht's" eine Folge darüber gedreht. Es wird darin genau aufgezeigt, wie das abläuft und auch die emotionale Seite stark beachted. Unter folgendem link können Sie diesen Beitrag sehen: www.tierkremation.ch. Das Beispiel bezieht sich auf das Tierkrematorium Seon. Es gibt in der Region auch ein anderes Tierkrematorium in Rüti: www.dicentra.ch Dieses Krematorium bietet den Tierbesitzern die Möglichkeit, zum Andenken an Ihren Liebling etwas in der "virtuellen Welt" zu hinterlassen. Am Besten, Sie schauen es sich mal an.

 

Die Einzel-Kremation ermöglicht eine  Rückführung der Asche an den Besitzer. Wird die Asche dann nachher durch den Tierbesitzer beigesetzt oder verstreut, so genügt in der Regel eine einfache Holzschachtel. Möchte die/der TierbesitzerIn hingegen die Asche aufbewahren, so kann ein schöner Kunstgegenstand gewählt werden.

 

Bei der Sammelkremation wird die Asche einem angemessenen Sammelgrab zugeführt. Die Sammelkremation ist auch etwas günstiger als die Einzelkremation, da pro Verbrennungsvorgang je nach Grösse der Tiere mehrere nebeneinandergelegt werden können.

 

Kann ich mein verstorbenes Tier zu Hause abholen lassen?

 

Ja das ist möglich. Die beiden oben erwähnten Krematorien bieten einen Abholservice an.

 

Kann man ein totes Tier auch selber in die öffentliche Tierkörpersammelstelle bringen?

 

Ja, Privatpersonen können kostenlos ein totes Tier in die regionale Sammelstelle bringen. Diese Möglichkeit wird jedoch von den Tierbesitzern eher selten gewählt, da das Einbringen des Tieres in diese Sammelkontainer als recht unangenehm empfunden wird. Alternativ können die toten Tiere zu diesem Zweck auch bei der Tierarztpraxis belassen werden. Die Abgabe durch die Tierarztpraxis (gewerblichist  jedoch kostenpflichtig.

 

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema, stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.